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Ausschreibung: Architektur- und Ingenieurpreis erdbebensicheres Bauen 2021

Das gute Gelingen eines Hochbauvorhabens in ästhetischer, funktioneller und technischer Hinsicht setzt die enge Zusammenarbeit von Bauherr, Architekt und Ingenieuren von den ersten Entwurfsskizzen an voraus. Dies gilt in ganz besonderem Masse in Bezug auf das Erdbebenverhalten eines Hochbaus, bei Neubauten ebenso wie bei Umbauten oder Erweiterungen.

Durch einen erdbebengerechten konzeptionellen Entwurf des Tragwerks und der sekundären Bauelemente, z.B. Zwischenwände und Fassaden, im frühesten Planungsstadium sowie durch die sorgfältige konstruktive Umsetzung resultieren eine hohe Tragsicherheit und eine minimale Schadensanfälligkeit bei den kleinstmöglichen Kosten.

Der SEISMIC AWARD will mithelfen, diese Erkenntnisse weiter zu verbreiten. Ausgezeichnet werden ein bis zwei Gebäude und die Bauherrschaft sowie die beteiligten Architekten und Bauingenieure werden geehrt.

1. Anforderungen und Beurteilungskriterien

Bei den auszuzeichnenden Gebäuden stehen die folgenden Merkmale im Vordergrund:

    • Erdbebengerechter konzeptioneller Entwurf und entsprechende konstruktive Gestaltung.
    • Ästhetisch und funktionell überzeugende Architektur mit allfälligem Einbezug von erdbebenbedingten Elementen.

Überzeugende Lösungen sind in der Regel das Ergebnis eines interdisziplinären Planungsprozesses von Bauherr, Architekt und Ingenieuren.

Die Gebäude müssen in der Schweiz oder in Liechtenstein stehen und in den Jahren 2015 bis 2020 fertig gestellt und bezogen worden sein.

Zugelassen sind neue, ertüchtigte und erweiterte Gebäude.

2. Einzureichende Dokumentation (in Deutsch, Französisch oder Italiensch)

    • Begleitschreiben mit ausdrücklicher Bestätigung der planerischen Urheberschaft und rechtsgültige Unterschriften der beteiligten Bauherrschaft, Architekt und Ingenieuren.
    • Ausgefülltes Eingabeformular mit den wichtigsten Daten in 3 Exemplaren und als pdf-Datei.
    • Projektvorstellung auf maximal 8 Blättern A3 (Querformat 42 x 30cm, einseitig bedruckt, ungefaltet) in 3 Exemplaren und als pdf-Datei mit:
      • Kurzbericht mit Angaben zum Ablauf der Planung, Zusammenarbeit Bauherr, Architekt und Ingenieuren, Konzept des Tragwerks zur Erdbebensicherung und relevante Massnahmen. Die wesentlichen Überlegungen und Entscheide müssen gut nachvollziehbar dargelegt sein.
      • Fotos des Gesamtbauwerks und relevanter Details.
      • Pläne: Situation, Einbettung in Umgebung, Grundrisse, Schnitte, erdbebenrelevante Details.

3. Einsendeschluss

Die Stiftung lädt Bauherren und Planungsbüros ein, bis 31. März 2021 (Poststempel) die Dokumentation über ihr Gebäude in 3 gedruckten Exemplaren per Post der Geschäftsstelle einzureichen. Die pdf-Datei soll per Datentransfer zugestellt werden (info@baudyn.ch).

4. Jury

Die eingereichten Dokumentationen werden innert etwa 2 Monaten von einer Jury beurteilt. Dieser Gehören an:

    • Martin Hitz, Architekt, St. Gallen (Vorsitz)
    • Pablo Horváth, Architekt, Chur
    • Roger Braccini, Architekt, Basel
    • Dr. Kerstin Lang, Bauingenieurin, Zürich
    • Bastian Leu, Bauingenieur, Winterthur

Projekte der Juroren werden nicht zugelassen. Der Entscheid der Jury ist endgültig und kann nicht angefochten werden. Die Jury behält sich vor, nur ein oder kein Gebäude auszuzeichnen, falls die Minimalanforderungen nicht erfüllt werden. Es wird keine Korrespondenz geführt.

5. Preisverleihung und Ehrungen

Preisgekrönte Gebäude werden mit einer Tafel versehen und die Bauherrschaft sowie Architekt und Ingenieure werden öffentlich geehrt. Die Beteiligten erhalten eine Urkunde und die Planer zusammen ein Preisgeld von CHF 15'000 pro Gebäude.

6. Bekanntmachung

Die Preisverleihung, die Ehrungen und das preisgekrönte Gebäude werden in den Medien, in Fachzeitschriften und mittels einer breit gestreuten Broschüre (Sonderdruck Hochparterre), sowie auf der Homepage der Stiftung bekannt gemacht. Die Stiftung benötigt dazu Plan- und Bildmaterial der preisgekrönten Gebäude, das der Stiftung unentgeltlich für den genannten Zweck zur Verfügung zu stellen ist.